|
Seit 2005 existiert das Projekt Protection.05. Die Grundidee stammt von Jugendlichen, die sich gegen die Randale am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg wehren und ihre Musikanlage beim MyFest schon 2004 beschützen wollten. Daher der Name: aus dem Wunsch nach Sicherheit und Schutz ("Protection") wurde Protection.05 - "05" steht für den ersten Jahrgang des Projekts. Finanziert wird Protection.05 mit EU-Mitteln ("Soziale Stadt"). Es handelt sich um ein Anti-Gewalt-Projekt im präventiven Sinn, um ein Aufklärungs- und Schulungsprojekt, das in den Alltag durchschnittlicher Kreuzberger Jugendlicher eingreift und sie in Strategien der Deeskalation und Teamfähigkeit übt. Partner sind die Präventionsbeauftragten der Berliner Polizei, die Firma Securitas und ein Verbund von Jugendeinrichtungen aus Berlin-Kreuzberg. Fitness- und Konditionstraining, Unterricht in Grund- und Menschenrechten sowie die Schulung als Security Guards (Ordner) bilden die Basis des Unterrichts. Ihren jeweils ersten Einsatz als Ordner hat die Gruppe stets beim MyFest am 1. Mai in Kreuzberg. Im Laufe des Jahres kommen dann weitere hinzu, etwa bei Konzerten, Sport- und Benefiz-Veranstaltungen. Schon die 1. Staffel lief - 2005 - sehr erfolgreich, brachte einigen Jugendlichen Jobs, einem sogar eine Festanstellung beim Protection-Partner Securitas. Neben dem berufsqualifizierenden Aspekt geht es aber auch um die geistige und körperliche Schulung junger Leute, die sich in einem Alter befinden, in dem Menschen noch extrem lernfähig sind (16 bis 21 Jahre); die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die über die Kreuzberger Jugendeinrichtungen Naunynritze und Statthaus Böcklerpark akquiriert werden, lernen im Projekt etwas fürs Alltags- wie fürs Berufsleben - und erhalten auch Anregungen für ihre persönliche Entwicklung. Das Interesse an ihrer Umwelt, ihrer Nachbarschaft, am sozialen Gefüge, das sie umgibt, bringt die Heranwachsenden zu Protection.05 - und wird im Projekt als Antrieb weiter ausgebildet und ausgeformt. Bundesweit, auch international wurde darüber bereits berichtet, von Medien, von Universitäten etc. - Anfragen kommen auch von Jugend-Einrichtungen aus dem Bundesgebiet: Von Berlin aus wurde Protection.05 zu einem Musterbeispiel gelungener Jugendarbeit und erhielt als solches 2006 den Mete-Eksi-Preis. 2007 wurde das Projekt evaluiert und der Name Protection.05 als Markenname geschützt. Für die 3. Staffel (2007) wurden neben der zusätzlichen Durchführung eines mehrtägigen Survival Camps auch ein Interkultureller Benimmkurs, ein Medienkurs und eine Auslandsreise avisiert. - GS
Protection05 Reloaded! Unser Präventionsprojekt "Protection.05" hatte, nach Meinung der Polizei und Bezirk, einen maßgeblichen Anteil an der Gewaltprävention unter Jugendlichen während der vergangenen Myfeste von 2005-2007. Leider haben es die Quartiersmangements Mariannenplatz und Kottbusser Tor abgelehnt nach drei erfolgreichen Durchgängen in 2008 dieses beispielhafte Kooperationsprojekt weiter zu fördern. Das war für uns unverständlich. In diesem Jahr ist es uns gelungen eine Finanzierung über den Bezirk zu verwirklichen: |


